
Bild: Deutsches Museum
KUNSTSommer 2026 im Zukunftsmuseum eröffnet
Vier künstlerische Projekte beschäftigen sich mit Zukunftsfragen
Nürnberg. Das Deutsche Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum hat am Donnerstagvormittag Medienvertreterinnen und Medienvertretern bei einem Rundgang den KUNSTSommer 2026 vorgestellt. Während der Sommerferien – und teilweise darüber hinaus – präsentiert das Museum vier neue Kunstprojekte sowie ein zusätzliches „Bonus-Projekt“, die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen, Nachdenken und Diskutieren einladen.
“Der KUNSTSommer ist die konsequente Fortführung von inhaltlichen Themen, die wir bereits seit Jahren im Museum präsentieren. Wir zeigen nun vier verschiedene Projekte, die sich in unterschiedlicher Form mit den Themen Kunst, Wissenschaft und Technologien auseinandersetzen. Alle Projekte nutzen als Basis moderne Technologien wie KI, Sensorik und Algorithmen sowie wissenschaftliche Perspektiven. Damit werden künstlerische Erfahrungsräume geschaffen, die zu einer kritischen Reflexion über den Einfluss solcher Technologien anregen”, sagte Susanne Wissen, stellvertretende Museumsleitung des Zukunftsmuseums, bei der Vorstellung des Programms.
Wenn Maschinen über Leben und Tod entscheiden
Droning (30. Juli bis 13. September 2026)
Zu den eindrucksvollsten Arbeiten des KUNSTSommers zählt die Installation „Droning“ der Künstler Marta Revuelta und Laurent Weingart. Ein mit Helium gefülltes Luftschiff schwebt über dem Ausstellungsraum und beobachtet Besucherinnen und Besucher mithilfe einer Wärmebildkamera. Eine Künstliche Intelligenz analysiert Bewegungsmuster in Echtzeit und ordnet Menschen verschiedenen Kategorien zu. Dabei werden weder Gesichter erkannt noch personenbezogene Daten gespeichert. Die Installation greift reale Technologien aus militärischen und sicherheitsrelevanten Bereichen auf und stellt eine zentrale ethische Frage: Darf der Mensch Entscheidungen über Leben und Tod an Maschinen delegieren?
Comic-Kunst trifft Medizin
Schmerz! Comic meets Rheuma (30. Juli bis 4. Oktober 2026)
Die Ausstellung „Schmerz! Comic meets Rheuma“ entstand in Kooperation mit dem Rheumazentrum Erlangen-Nürnberg e.V. und dem Projekt „Comic meets Rheuma“ auf Initiative von Prof. Dr. Dr. Axel Hueber. Persönliche Erfahrungen von Menschen mit Rheuma treffen hier auf Comics, wissenschaftliche Erkenntnisse und eine interaktive Installation. Die Ausstellung zeigt, wie chronischer Schmerz den Alltag verändert, und richtet den Blick zugleich auf die Zukunft der Medizin sowie den gesellschaftlichen Umgang mit Schmerz. Besucherinnen und Besucher werden dazu eingeladen, grundlegenden Fragen nachzugehen: Warum empfinden wir Schmerz? Welche Funktion erfüllt er – und wie würde eine Welt ohne Schmerzen aussehen?
Wenn jeder zum Künstler werden kann
pAInt (ab 30. Juli 2026 in der Dauerausstellung)
Mit „pAInt“, einer digitalen Malstation des Künstlers Niklas Zidarov wird Künstliche Intelligenz selbst zum kreativen Werkzeug. Hier entstehen aus wenigen Pinselstrichen individuelle Zeichnungen, die von einer generativen KI in Echtzeit in Kunstwerke unterschiedlicher Stilrichtungen verwandelt werden. Das fertige Bild können Besucherinnen und Besucher anschließend per QR-Code mitnehmen. Die Installation lädt dazu ein, über Kreativität, Originalität und die Rolle von Künstlicher Intelligenz im künstlerischen Schaffensprozess nachzudenken.
Visionen für die Stadt der Zukunft
City Codes – Imaging Urban Futures through AI and Motion (30. Juli 2026 bis 29. Juni 2027)
Mit „City Codes“, einem Projekt der Künstler: Alex Ciocea, Elizabeth Thallauer, Karla Köhler, Sven Piayda und Hannes Rieger erhält die Kinetic Wall im Foyer des Zukunftsmuseums eine neue Bespielung. Die Installation verbindet Künstliche Intelligenz, Zeichnung, Farbe und Bewegung zu einem sich ständig wandelnden Kunstwerk. Die 196 beweglichen Zeiger der Kinetic Wall erzeugen fortlaufend neue räumliche und visuelle Kompositionen und machen Veränderung unmittelbar sichtbar. So entstehen immer neue Visionen zukünftiger Städte und urbaner Lebensräume.
Kurzfristiger Neuzugang: Der humanoide Roboter pib
pib – printable intelligent bot (ab 30.Juli in der Daueraustellung)
Neben den vier angekündigten Kunstprojekten präsentierte das Zukunftsmuseum den Medienvertretenden mit dem humanoiden Roboter pib (printable intelligent bot) kurzfristig noch eine Überraschung: Das gemeinsam mit der Nürnberger isento GmbH entwickelte Open-Source-Projekt kann mithilfe eines 3D-Druckers selbst gebaut, programmiert und kontinuierlich weiterentwickelt werden. Frei verfügbare Baupläne, Software und Unterrichtsmaterialien ermöglichen Schulen, Bildungseinrichtungen und Interessierten einen praxisnahen Zugang zu Robotik, Künstlicher Intelligenz und digitaler Fertigung.

Bild: Knut Pflaumer | Knut Pflaumer
Droning

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Droning

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Droning

Bild: Knut Pflaumer | Knut Pflaumer
Schmerz! Comic meets Rheuma

Bild: Knut Pflaumer | Knut Pflaumer
Schmerz! Comic meets Rheuma

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Schmerz! Comic meets Rheuma

Bild: Knut Pflaumer | Knut Pflaumer
pAInt

Bild: Knut Pflaumer | Knut Pflaumer
City Codes

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City Codes

Bild: Deutsches Museum | Stefan Heindl
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Bild: Deutsches Museum | Stefan Heindl